Svelte, noch ein weiteres JS-Framework?

Svelte Nov. 03, 2019

In den vergangen Jahren haben React, Vue und Angular den Markt für SPA Frameworks dominiert. Diese haben die Webentwicklung erheblich verändert und verbessert. Doch seit ein paar Jahren steht man still. Zwar werden die Frameworks und Tools fast täglich aktualisiert, ein richtiger Fortschritt ist jedoch kaum spürbar. Es ist wie Sand im Sandkasten hin- und herschieben. Ich erhalte einen Vorteil  - z. B. bessere Performance - auf Kosten einer deutlich höhere Komplexität.

Die Analogie von Rich Herris, dem Entwickler von Svelte, zur Autoindustrie passt hierzu perfekt. Das Auto wurde in den vergangen 20 Jahren verändert, aber nicht wesentlich verbessert. Für die Auto-Ingenieure geht es immer nur um Kompromisse.

Wie Tesla, bricht auch Svelte  mit dem Sta­tus quo. Svelte ist kein Framework, sondern Compiler, ein Virtual Dom wird nicht benötigt. Bei weniger und einfacherem Code, wird die Anwendung schneller.

In der React-Welt spricht mit derzeit über den Concurrent Mode, useMemo, useCallback. Ich bin mir nicht sicher, ob sich React damit in die richtige Richtung entwickelt. Folgende Videos beschreiben Svelt sehr gut:

Aber auch Svelte hat Schwächen. Diese Artikel beschreibt sie ganz gut: https://medium.com/javascript-in-plain-english/svelte-vs-react-first-impression-1ce5d3ee6889

Es bleibt aufregend, mit Svelte ist jedenfalls ein sehr spannendes Projekt im Rennen. Ich persönlich möchte beide Frameworks zukünftig kombinieren. Noch gibt es keine ausgeschriebenen Svelte oder Sapper (wie Next.js Gatsby) Projekte - doch das wird sich vermutlich bald ändern.

Hinter einem erfolgreichen Framework steht meist nicht nur ein genialer Entwickler, sondern auch Verkäufer, der in einer wahnsinnigen Intensität Fragen von Anwendern beantwortet. Rich Harris ist da keine Ausnahme. Gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.

Tobias Wolter

Intranet & Webanwendungen mit React, Svelte und einem Go-Backend.